Die Warnemünder Woche war für Team Germany dieses Jahr eine besondere Regatta. Die O’pen Skiffs waren zum ersten Mal mit der Eurochallenge in Warnemünde dabei und damit ging es für uns nicht nur gegen die deutsche Konkurrenz, sondern auch gegen viele internationale Segler. Dazu kam das Revier, das mit Wind und Welle noch einmal ganz andere Bedingungen geboten hat als viele Regatten auf unseren heimischen Seen.
Bevor es überhaupt richtig losging, hatten wir allerdings schon mit einigen Problemen zu kämpfen. Beim Material lief nicht alles so, wie man es sich vor einer Regatta wünscht. Es musste einiges repariert und organisiert werden und zwischendurch hatten wir sogar einen Mastbruch von Karl. Perfekt war die Vorbereitung also nicht gerade. Umso wichtiger war es, dass wir mit Lasse einen richtig guten Trainer dabei hatten. Er hat uns während der ganzen Regatta unterstützt, Tipps gegeben und auch dann den Überblick behalten, wenn bei uns an Land mal wieder irgendwo etwas nicht funktioniert hat. Auch seine Schwester Jill hat uns dabei viel unterstützt und war eine große Hilfe, gerade wenn es um die Organisation und die ganzen Sachen rund um die Boote ging.
Dann kam auch noch das Wetter dazu. Am ersten Tag war so viel Wind, dass wir nicht wie geplant segeln konnten. Es wurden teilweise mehr als 25 Knoten im Mittel und Böen von über 30 Knoten gemessen, weshalb die Rennen schließlich abgesagt wurden.
Foto: Pepe Hartmann – Die Open Skiffs, hier an der Luvtonne, starteten heute ihre Eurochallenge.
Am nächsten Tag wurde es etwas besser. Der Wind lag ungefähr bei 18 bis 22 Knoten und dazu kamen die typischen Warnemünder Wellen. Die waren teilweise schon ordentlich und machten das Segeln deutlich anspruchsvoller als auf einem See. Gerade mit dem O’pen Skiff musste man ständig aufpassen, das Boot sauber über die Wellen zu bekommen und trotzdem schnell zu bleiben. Wenn man eine Welle falsch erwischt hat, konnte aus einem eigentlich guten Manöver auch ziemlich schnell eine unfreiwillige Schwimmeinlage werden.
Da am ersten Tag keine Wettfahrt möglich war, wurden am zweiten Segeltag gleich vier Rennen angesetzt. Insgesamt kamen wir dadurch auf sechs Wettfahrten. Die Bedingungen waren dabei nicht immer einfach, aber genau das machte die Regatta auch interessant. Man musste sich ständig auf den Wind, die Welle und die wechselnden Bedingungen einstellen.
Für Team Germany war es außerdem eine gute Gelegenheit, sich mit der internationalen Konkurrenz zu messen. Gerade bei solchen Bedingungen konnte man viel voneinander lernen und sehen, wo man selbst noch schneller und konstanter werden kann. An Land wurde dabei natürlich auch viel über die Rennen gesprochen, was mit Lasse als Trainer besonders hilfreich war. Er hatte eigentlich immer noch einen Tipp oder eine Idee, was man im nächsten Rennen besser machen konnte.
Trotz der ganzen Probleme mit dem Material war die Stimmung im Team richtig gut. Irgendwie haben wir es geschafft, aus jedem Problem das Beste zu machen. Wenn irgendwo etwas kaputtging, wurde gemeinsam geschraubt, repariert oder improvisiert. Ein bisschen Materialchaos gehört beim O’pen Skiff wahrscheinlich einfach dazu.
Vor allem die Kombination aus starkem Wind, hohen Wellen, internationaler Konkurrenz und einem guten Team hat die Warnemünder Woche für uns zu einer richtig guten Erfahrung gemacht.
Felix Kruse · 12174 · SVL
· Jugendsprecher O’pen Skiff U17
88. Warnemünder Woche 2026
04.07.2026 – 12.07.2026
Ostsee vor Warnemünde
Pressebilder, warnemuender-woche.com
Ergebnisse Open Skiff U17
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