Kuttersegeln Greifswald • 2026

Seit 2005 fahren wir am langen Pfingstwochenende jedes Jahr mit unserer Kinder- und Jugendsportgruppe Cospuden zum Seesportclub Greifswald e.V. und starten von dort aus mit drei Kuttern ZK10 in Richtung Greifswalder Bodden. Mit dabei sind unsere jungen Segler- und Seglerinnen, Geschwisterkinder, Eltern, aktive und nicht mehr aktive Trainer,…

Der bewährte Ablauf ist immer der Gleiche:
   • Donnerstag – Ankunft
   • Freitag – Bootsaufbau und Segeln
   • Sonnabend – Segeln und Grillen
   • Sonntag – Segeln, Bootsabbau und gemeinsamer Gaststättenbesuch als Ausklang
   • Montag – Abreise

Hier berichten Alexander und Feros, als die, zum 1. Mal dabei waren, über Ihre Eindrücke:

Freitag

Am Frei­tag bin ich mit Fe­ros an der Ost­see zu un­se­rem Kut­ter-Se­gel­wo­chen­en­de an­ge­kom­men. Ei­gent­lich woll­ten wir di­rekt am ers­ten Tag mit dem Kut­ter se­geln, aber das ha­ben wir lei­der nicht mehr ge­schafft, da wir erst Frei­tag früh los­ge­fah­ren sind. Des­halb ha­ben wir zu­erst un­ser Zelt auf­ge­baut. Da­nach sind wir noch nach Greifs­wald ge­lau­fen und ha­ben dort ei­nen schö­nen Nach­mit­tag ver­bracht. (Alex­an­der)
Ich fand den ers­ten Tag schon rich­tig cool. Nach­dem wir an­ge­kom­men wa­ren und die Zel­te auf­ge­baut hat­ten, lie­fen wir noch durch Greifs­wald. (Fe­ros)

Sams­tag

Kuttersegeln2026Am Sams­tag muss­ten wir sehr früh auf­ste­hen. Lei­der ka­men wir zu spät zum Frühsport und muss­ten des­halb 90 Lie­ge­stütze ma­chen. Da­nach gab es Frühs­tück. An­schlie­ßend ha­ben wir die Boo­te vor­be­rei­tet und al­les fer­tig ge­macht. Um 10 Uhr sind wir mit den Kut­tern ge­star­tet, denn um 11 Uhr wur­de die Zug­brücke ge­öff­net. Al­le Boo­te wa­ren am An­fang mit Sei­len an­ein­an­der ge­bun­den. Es gab ein blau­es, ein ro­tes und ein gel­bes Boot. Ich war auf dem blau­en Boot. Das gel­be Boot war das Ju­gend­boot, dort wa­ren die meis­ten Ju­gend­li­chen. Das ro­te Boot hat­te zu­sätz­lich ei­nen Mo­tor und hat des­halb die an­de­ren Boo­te ge­zo­gen.
Ei­gent­lich woll­ten wir bis nach Rügen se­geln, aber das ha­ben wir an dem Tag nicht ge­schafft. Es war zu we­nig Wind. Des­halb sind wir erst­mal mit den an­de­ren Boo­ten an ei­nen Strand in Lub­min ge­fah­ren. Un­ser Kut­ter wur­de von Ma­rek mit tol­len Ge­schich­ten ge­führt. (Alex­an­der)

Kuttersegeln2026Am Sams­tag muss­ten wir auch sehr früh auf­ste­hen. Lei­der ka­men wir zu spät zum Frühsport und muss­ten des­halb 90 Lie­ge­stütze ma­chen. Da­nach gab es erst­mal Frühs­tück und an­schlie­ßend be­rei­te­ten wir die Boo­te vor. Al­le muss­ten
mit­hel­fen und die Sa­chen für das Se­geln fer­tig ma­chen.
Als wir los­fuh­ren, muss­ten wir die gan­ze Zeit dar­auf ach­ten, recht­zei­tig an der Brücke zu sein, weil sie nur je­de Stun­de ge­öff­net wur­de. Al­le Boo­te wa­ren zu­erst mit Sei­len mit­ein­an­der ver­bun­den. Das ro­te Boot zog zu­erst das blaue Boot und da­nach wur­de auch das gel­be Boot mit­ge­zo­gen.
Vom Boot aus konn­ten wir vie­le gro­ße Se­gel­boo­te se­hen. Da­ge­gen wirk­te un­ser Kut­ter ziem­lich klein. Das Se­geln mach­te trotz­dem rich­tig Spaß, weil wir oft star­ken Wind hat­ten und al­le zu­sam­men­ar­bei­ten muss­ten.
Spä­ter sind wir mit den Boo­ten an ei­nen Strand ge­fah­ren. Dort ha­ben wir Kek­se ge­ges­sen und ei­ne Was­ser­schlacht ge­macht. Wir ha­ben uns mit Was­ser­pis­to­len nass­ge­spritzt und uns auch ge­gen­sei­tig mit Sand be­wor­fen. Das war rich­tig lus­tig.
Zu­rück am Ver­eins­ge­län­de war­te­te schon ein le­cke­res Grillbuf­fet auf uns. Es gab Steak, Ros­ter, Mais­kol­ben, Kä­se und noch vie­le an­de­re Sa­chen. Je­den Tag gab es Teams, die für die Küche und an­de­re Auf­ga­ben ein­ge­teilt wa­ren.
Am Abend ha­ben wir dann noch viel zu­sam­men ge­spielt und ge­re­det. (Fe­ros)

Sonn­tag

Am Sonn­tag hat­ten wir wie­der Frühsport. Die­ses Mal sind wir mit ei­nem Kut­ter bis zum Mu­se­ums­ha­fen ge­ru­dert. Da­nach ha­ben wir er­neut die Boo­te vor­be­rei­tet und sind et­was eher ge­star­tet um die Brücken­öff­nung 10:00 Uhr zu schaf­fen.
Kuttersegeln2026Dies­mal sind wir wirk­lich bis nach Rügen ge­se­gelt. Der Wind war su­per. Wir muss­ten viel kreu­zen und manch­mal kam so­gar Was­ser ins Boot. Oft muss­ten wir aus­rei­ten um das Boot zu sta­bi­li­sie­ren. Die Fahrt dort­hin hat ziem­lich lan­ge ge­dau­ert, aber es hat sich ge­lohnt. Auf un­se­rem blau­en Boot war am Sonn­tag To­bi­as der Ka­pi­tän und hat uns die An­sa­gen ge­ge­ben. Je­der durf­te mal ei­ne an­de­re Auf­ga­be über­neh­men. So konn­te ich auch am Ru­der steu­ern.
Auf dem Rück­weg hat­ten wir rich­tig gu­ten Wind und konn­ten des­halb viel schnel­ler fah­ren. Wir sind auf den Wel­len ge­rit­ten, ha­ben den Spinna­ker ge­hisst und im­mer zum ro­ten Kut­ter ge­schaut. (Alex­an­der)

Kuttersegeln2026André hat uns viel er­klärt. Ich ha­be ge­lernt, wie man Wind­än­de­run­gen er­kennt und wie man am Was­ser se­hen kann, wo­her der Wind kommt. Oft durf­te ich selbst das Ru­der über­neh­men. Das war ziem­lich schwer, weil man den rich­ti­gen Kurs hal­ten muss­te.
Durch den star­ken Wind lag das Boot oft sehr schräg im Was­ser. Des­halb muss­ten wir uns oft al­le auf ei­ne Sei­te set­zen und uns weit raus­leh­nen, da­mit das Boot sta­bil blieb.
Un­ge­fähr um 14:30 Uhr ka­men wir auf Rügen an. Dort hat­ten wir aber nur we­nig Zeit, weil wir spä­ter noch zu­rück­se­geln muss­ten. Ich war sehr ka­putt und ha­be mich erst­mal auf das Boot ge­legt.
Nach ei­nem kur­zen Auf­ent­halt mach­ten wir ein Wett­ren­nen zwi­schen dem ro­ten und dem blau­en Boot. Da­für be­nutz­ten wir ei­nen Spinna­ker. Den muss­ten wir aber erst­mal rich­tig auf­bau­en. Weil uns nicht al­le pas­sen­den Sa­chen zur Ver­fügung stan­den, muss­ten wir im­pro­vi­sie­ren. Vie­le Leu­te muss­ten die Lei­nen fest­hal­ten und straff zie­hen.
André sag­te die gan­ze Zeit, dass sich nie­mand be­we­gen soll­te, weil wir ge­win­nen woll­ten. Am En­de ge­wann das ro­te Boot knapp ge­gen das blaue Boot. Das Ren­nen war rich­tig span­nend und hat sehr viel Spaß ge­macht.
Da­nach durf­ten noch wei­te­re Kin­der das Ru­der aus­pro­bie­ren. An­schlie­ßend muss­ten wir die Boo­te rei­ni­gen.
Am Abend gin­gen wir noch zu ei­nem viet­na­me­si­schen All-You-Can-Eat-Re­stau­rant. Das Es­sen war rich­tig le­cker und wir ha­ben un­glaub­lich viel ge­ges­sen. Wir ha­ben dort al­le zu­sam­men sehr viel ge­lacht und hat­ten ei­nen rich­tig schö­nen letz­ten Abend. (Fe­ros)

Mon­tag

Am Mon­tag ha­ben wir mor­gens die Zel­te wie­der ab­ge­baut und un­se­re Sa­chen zu­sam­men­ge­packt. Da­nach sind wir mit dem Au­to von Greifs­wald nach Wieck ge­fah­ren und ha­ben uns noch­mal vom Bod­den ver­ab­schie­det.
Die Se­gel-Rück­fahrt von Rügen nach Greifs­wald hat mir am bes­ten ge­fal­len, da es ein span­nen­des Wett­ren­nen zwi­schen 2 Kut­tern war. (Alex­an­der)

Das Se­gel­wo­chen­en­de hat mir sehr gut ge­fal­len. Es war sehr lus­tig, span­nend und ich ha­be sehr viel ge­lernt. Be­son­ders cool fand ich das Se­geln bei star­kem Wind und das Wett­ren­nen zwi­schen den Boo­ten. (Fe­ros)
Kuttersegeln2026

Kuttersegeln2026             Trai­ner­kom­men­tar
Das For­mat ist ei­ne we­sent­li­che Stüt­ze un­se­rer Ju­gend­ar­beit. Hier tref­fen sich ver­schie­de­ne Ge­ne­ra­tio­nen von Seg­le­rin­nen und Seg­lern, Trai­nern, El­tern, Ge­schwis­ter­kin­der (dies­mal 35 Per­so­nen) um die Kut­ter ge­mein­sam zu be­we­gen, sich bes­ser ken­nen­zu­ler­nen und aus­zu­tau­schen. Für man­che El­tern dürf­te es auch et­was Be­son­de­res ge­we­sen sein, wenn sie zum ers­ten Mal auf ei­nem Se­gel­boot sind und dies von Ih­rem Kind ge­steu­ert wird. In die­sem Sin­ne ha­ben das Alex­an­der und Fe­ros toll ge­macht.
Wie im­mer ein ganz gro­ßes Dan­ke­schön an die Or­ga im Hin­ter­grund mit Ines, Kers­tin, And­re und Bert. Es war wie­der al­les wie selbst­ver­ständ­lich ein­fach da: Boot­s­ein­tei­lung, Zeit­plan, er­gän­zen­des Kü­chen­zu­be­hör, Pro­vi­ant­con­tai­ner, Werk­zeug, Ein­käu­fe, le­cker Buf­fet, Re­stau­rant­be­such,…
Und noch ein gro­ßes Dan­ke­schön an Klaus vom See­sport­club Greifs­wald e.V. Durch die lan­ge Tra­di­ti­on weiß Klaus ge­nau was wir brau­chen und hat viel Ge­duld mit uns. Mög­li­cher­wei­se ahnt Klaus schon, dass wir im nächs­ten Jahr mög­li­cher­wei­se ei­nen 4. Kut­ter be­we­gen könn­ten. Er hat ja un­se­ren bei­den Jüngs­ten (Mat­hil­da und Ge­org) be­reits aus­führ­lich er­klärt, was noch in der Boots­hal­le da ist und die bei­den ha­ben es uns wei­ter­er­zählt.
             André und Till


        • Fotos: Seglerverein Leipzig