
Seit 2005 fahren wir am langen Pfingstwochenende jedes Jahr mit unserer Kinder- und Jugendsportgruppe Cospuden zum Seesportclub Greifswald e.V. und starten von dort aus mit drei Kuttern ZK10 in Richtung Greifswalder Bodden. Mit dabei sind unsere jungen Segler- und Seglerinnen, Geschwisterkinder, Eltern, aktive und nicht mehr aktive Trainer,…
Der bewährte Ablauf ist immer der Gleiche:
• Donnerstag – Ankunft
• Freitag – Bootsaufbau und Segeln
• Sonnabend – Segeln und Grillen
• Sonntag – Segeln, Bootsabbau und gemeinsamer Gaststättenbesuch als Ausklang
• Montag – Abreise
Hier berichten Alexander und Feros, als die, zum 1. Mal dabei waren, über Ihre Eindrücke:
Freitag
Am Freitag bin ich mit Feros an der Ostsee zu unserem Kutter-Segelwochenende angekommen. Eigentlich wollten wir direkt am ersten Tag mit dem Kutter segeln, aber das haben wir leider nicht mehr geschafft, da wir erst Freitag früh losgefahren sind. Deshalb haben wir zuerst unser Zelt aufgebaut. Danach sind wir noch nach Greifswald gelaufen und haben dort einen schönen Nachmittag verbracht. (Alexander)
Ich fand den ersten Tag schon richtig cool. Nachdem wir angekommen waren und die Zelte aufgebaut hatten, liefen wir noch durch Greifswald. (Feros)
Samstag
Am Samstag mussten wir sehr früh aufstehen. Leider kamen wir zu spät zum Frühsport und mussten deshalb 90 Liegestütze machen. Danach gab es Frühstück. Anschließend haben wir die Boote vorbereitet und alles fertig gemacht. Um 10 Uhr sind wir mit den Kuttern gestartet, denn um 11 Uhr wurde die Zugbrücke geöffnet. Alle Boote waren am Anfang mit Seilen aneinander gebunden. Es gab ein blaues, ein rotes und ein gelbes Boot. Ich war auf dem blauen Boot. Das gelbe Boot war das Jugendboot, dort waren die meisten Jugendlichen. Das rote Boot hatte zusätzlich einen Motor und hat deshalb die anderen Boote gezogen.
Eigentlich wollten wir bis nach Rügen segeln, aber das haben wir an dem Tag nicht geschafft. Es war zu wenig Wind. Deshalb sind wir erstmal mit den anderen Booten an einen Strand in Lubmin gefahren. Unser Kutter wurde von Marek mit tollen Geschichten geführt. (Alexander)
Am Samstag mussten wir auch sehr früh aufstehen. Leider kamen wir zu spät zum Frühsport und mussten deshalb 90 Liegestütze machen. Danach gab es erstmal Frühstück und anschließend bereiteten wir die Boote vor. Alle mussten
mithelfen und die Sachen für das Segeln fertig machen.
Als wir losfuhren, mussten wir die ganze Zeit darauf achten, rechtzeitig an der Brücke zu sein, weil sie nur jede Stunde geöffnet wurde. Alle Boote waren zuerst mit Seilen miteinander verbunden. Das rote Boot zog zuerst das blaue Boot und danach wurde auch das gelbe Boot mitgezogen.
Vom Boot aus konnten wir viele große Segelboote sehen. Dagegen wirkte unser Kutter ziemlich klein. Das Segeln machte trotzdem richtig Spaß, weil wir oft starken Wind hatten und alle zusammenarbeiten mussten.
Später sind wir mit den Booten an einen Strand gefahren. Dort haben wir Kekse gegessen und eine Wasserschlacht gemacht. Wir haben uns mit Wasserpistolen nassgespritzt und uns auch gegenseitig mit Sand beworfen. Das war richtig lustig.
Zurück am Vereinsgelände wartete schon ein leckeres Grillbuffet auf uns. Es gab Steak, Roster, Maiskolben, Käse und noch viele andere Sachen. Jeden Tag gab es Teams, die für die Küche und andere Aufgaben eingeteilt waren.
Am Abend haben wir dann noch viel zusammen gespielt und geredet. (Feros)
Sonntag
Am Sonntag hatten wir wieder Frühsport. Dieses Mal sind wir mit einem Kutter bis zum Museumshafen gerudert. Danach haben wir erneut die Boote vorbereitet und sind etwas eher gestartet um die Brückenöffnung 10:00 Uhr zu schaffen.
Diesmal sind wir wirklich bis nach Rügen gesegelt. Der Wind war super. Wir mussten viel kreuzen und manchmal kam sogar Wasser ins Boot. Oft mussten wir ausreiten um das Boot zu stabilisieren. Die Fahrt dorthin hat ziemlich lange gedauert, aber es hat sich gelohnt. Auf unserem blauen Boot war am Sonntag Tobias der Kapitän und hat uns die Ansagen gegeben. Jeder durfte mal eine andere Aufgabe übernehmen. So konnte ich auch am Ruder steuern.
Auf dem Rückweg hatten wir richtig guten Wind und konnten deshalb viel schneller fahren. Wir sind auf den Wellen geritten, haben den Spinnaker gehisst und immer zum roten Kutter geschaut. (Alexander)
André hat uns viel erklärt. Ich habe gelernt, wie man Windänderungen erkennt und wie man am Wasser sehen kann, woher der Wind kommt. Oft durfte ich selbst das Ruder übernehmen. Das war ziemlich schwer, weil man den richtigen Kurs halten musste.
Durch den starken Wind lag das Boot oft sehr schräg im Wasser. Deshalb mussten wir uns oft alle auf eine Seite setzen und uns weit rauslehnen, damit das Boot stabil blieb.
Ungefähr um 14:30 Uhr kamen wir auf Rügen an. Dort hatten wir aber nur wenig Zeit, weil wir später noch zurücksegeln mussten. Ich war sehr kaputt und habe mich erstmal auf das Boot gelegt.
Nach einem kurzen Aufenthalt machten wir ein Wettrennen zwischen dem roten und dem blauen Boot. Dafür benutzten wir einen Spinnaker. Den mussten wir aber erstmal richtig aufbauen. Weil uns nicht alle passenden Sachen zur Verfügung standen, mussten wir improvisieren. Viele Leute mussten die Leinen festhalten und straff ziehen.
André sagte die ganze Zeit, dass sich niemand bewegen sollte, weil wir gewinnen wollten. Am Ende gewann das rote Boot knapp gegen das blaue Boot. Das Rennen war richtig spannend und hat sehr viel Spaß gemacht.
Danach durften noch weitere Kinder das Ruder ausprobieren. Anschließend mussten wir die Boote reinigen.
Am Abend gingen wir noch zu einem vietnamesischen All-You-Can-Eat-Restaurant. Das Essen war richtig lecker und wir haben unglaublich viel gegessen. Wir haben dort alle zusammen sehr viel gelacht und hatten einen richtig schönen letzten Abend. (Feros)
Montag
Am Montag haben wir morgens die Zelte wieder abgebaut und unsere Sachen zusammengepackt. Danach sind wir mit dem Auto von Greifswald nach Wieck gefahren und haben uns nochmal vom Bodden verabschiedet.
Die Segel-Rückfahrt von Rügen nach Greifswald hat mir am besten gefallen, da es ein spannendes Wettrennen zwischen 2 Kuttern war. (Alexander)
Das Segelwochenende hat mir sehr gut gefallen. Es war sehr lustig, spannend und ich habe sehr viel gelernt. Besonders cool fand ich das Segeln bei starkem Wind und das Wettrennen zwischen den Booten. (Feros)

Trainerkommentar
Das Format ist eine wesentliche Stütze unserer Jugendarbeit. Hier treffen sich verschiedene Generationen von Seglerinnen und Seglern, Trainern, Eltern, Geschwisterkinder (diesmal 35 Personen) um die Kutter gemeinsam zu bewegen, sich besser kennenzulernen und auszutauschen. Für manche Eltern dürfte es auch etwas Besonderes gewesen sein, wenn sie zum ersten Mal auf einem Segelboot sind und dies von Ihrem Kind gesteuert wird. In diesem Sinne haben das Alexander und Feros toll gemacht.
Wie immer ein ganz großes Dankeschön an die Orga im Hintergrund mit Ines, Kerstin, Andre und Bert. Es war wieder alles wie selbstverständlich einfach da: Bootseinteilung, Zeitplan, ergänzendes Küchenzubehör, Proviantcontainer, Werkzeug, Einkäufe, lecker Buffet, Restaurantbesuch,…
Und noch ein großes Dankeschön an Klaus vom Seesportclub Greifswald e.V. Durch die lange Tradition weiß Klaus genau was wir brauchen und hat viel Geduld mit uns. Möglicherweise ahnt Klaus schon, dass wir im nächsten Jahr möglicherweise einen 4. Kutter bewegen könnten. Er hat ja unseren beiden Jüngsten (Mathilda und Georg) bereits ausführlich erklärt, was noch in der Bootshalle da ist und die beiden haben es uns weitererzählt.
André und Till
• Fotos: Seglerverein Leipzig






