Segelanweisung


 Segelanweisung für den Kulkwitzer- und Cospudener See bei Leipzig – Stand 2010

 
Segelanweisungen für Regatten auf dem Kulkwitzer See (ab 1.4.1997)

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1. Allgemeines
1.1 Die Wettfahrten werden nach den WR der ISAF, den Ordnungsvorschriften des DSV, den von der ISAF oder dem Technischen Ausschuss des DSV genehmigten Klassenregeln der jeweiligen Klasse, der Meisterschaftsordnung des Segler-Verbandes Sachsen, der Ausschreibung und diesen Segelanweisungen gesegelt.
1.2 Es gilt die in der Ausschreibung genannte Kategorie für Werbung gern. Regel G.
1.3 Die Segelanweisungen werden an der offiziellen Tafel für Bekanntmachungen ausgehangen. Die Segelanweisungen können durch Aushang an der offiziellen Tafel geändert werden. Änderungen werden bis spätestens 19.00 Uhr bekannt gegeben. Sie gelten ab dem folgenden Tag.
1.4 Alle teilnehmenden Boote müssen gültige Meßbriefe oder bestätigte Kopien bereithalten.
(Ergänzung WR 78)
1.5 Nur die in der Meldung angegebene Segelnummer darf geführt werden.
1.6 Steuerleute müssen Mitglied eines von ihrem nationalen Verband oder Landesverband oder Landessportbund anerkannten Segelclubs sein.
1.7 Steuerleute müssen im Besitz eines für das Gewässer vorgeschriebenen Führerscheins sein.
(Ergänzung WR 46 und WR 75)
1.8 Steuermannswechsel ist nicht erlaubt. Mannschaftswechsel muß vorher vom Wettfahrtleiter genehmigt werden. 
1.9 Ein Boot darf während der Wettfahrt weder senden oder telefonieren noch
spezielle Funkmitteilungen erhalten. (Ergänzung WR 2 und WR 41)

2.

Sicherheitsbestimmungen
2.1 Jeder Steuermann ist für die richtige seemannschaftliche Führung seines Bootes in jeder Hinsicht selbst verantwortlich. Der Veranstalter übernimmt keinerlei Verantwortung für Verluste an Leben oder Eigentum, persönlichen Schaden oder Schäden an Eigentum, die durch die Teilnahme an der Regatta verursacht werden oder sich ergeben. 
(Ergänzung WR 4)
2.2 Alle Besatzungsmitglieder unter 18 Jahren müssen vom Auslaufen bis zum Wiedereinlaufen eine Schwimmweste tragen, unabhängig davon, ob die Flagge “Y” gezeigt wird.
Bei Zeigen der Flagge “Y” im Hafen oder auf einem Boot der Wettfahrtleitung müssen von allen Seglern Schwimmwesten angelegt werden, die solange zu tragen sind, wie das Signal steht. Nichttragen von Schwimmwesten kann zur Disqualifikation führen (Ergänzung WR1.2 und WR 40). Der Wettfahrtausschuß behält sich vor, ihm ungeeignet erscheinende Schwimmwesten zu verbieten. Taucher- oder Trockenanzüge gelten nicht als Schwimmwesten.
2.3 Ein Boot, das die Wettfahrt aufgibt, muß dies unverzüglich der Wettfahrtleitung oder dem Wettfahrtbüro bekannt geben. Nichtbeachtung führt zum Ausschluß von einer Wettfahrt, von den verbleibenden Wettfahrten oder von der gesamten Wettfahrtserie. (Ergänzung WR 4)

3.

Bekanntmachungen an Land

3.1 Mitteilungen der Wettfahrtleitung und des Schiedsgerichts erfolgen durch Aushang an der offiziellen Tafel. Sie befindet sich am Eingang zum Orgbüro.
3.2 Bekanntmachungen können am Hafenmast oder im Hafen auf dem Boot der Wettfahrtleitung signalisiert werden.

4.

Start
4.1 Die Wettfahrten werden nach WR 26 System 1 gestartet.
4.2 Bei Regatten mit mehreren Klassen starten die nachfolgenden Klassen in Abständen von 5 Minuten. Für die nachfolgenden Klassen werden das Ankündigungssignal und das Vorbereitungssignal mit dem Startsignal der vorangehenden Klasse gegeben. (Änderung WR 26.1)
Startsignal ist das Niederholen der Klassenflagge.
4.3 Boote, deren Ankündigungs- bzw. Vorbereitungssignal noch nicht gegeben ist, müssen sich von der Startzone freihalten.
4.4 Zur Startkontrolle haben alle Boote vor dem ersten Ankündigungssignal oder in ihrer Vorbereitungszeit an der Steuerbordseite des Startschiffes vorbei zu segeln.
4.5 Die Startlinie wird gebildet durch den Flaggenmast auf dem Startschiff und die Startlinienbegrenzungsboje mit roter Flagge an der Backbordseite des Startschiffes.
4.6 Boote die nicht 5 Minuten nach Ihrem Startsignal gestartet sind, werden als nicht gestartet gewertet (Ergänzung WR 29.1).

5.

Bahnen
5.1 Die Wettfahrtleitung legt vor dem Start die Startlinie aus gegen den Wind die Bahnmarke 1.
5.2 Anschließend werden die anderen Bahnmarken entsprechend der Kursskizze gelegt.
5.3 Die Bahnmarken sind weiße Bojen mit nummerierten Flaggen.

6.

Ziel
Die Ziellinie ist eine Linie zwischen dem Flaggenmast auf dem Zielschiff und einer Zielbegrenzungsboje mit roter Flagge oder einer der bisherigen Bahnmarken.
Die Ziellinie liegt gewöhnlich an der Backbordseite des Zielschiffes. Bei Bahnabkürzungen an einer Bahnmarke kann die Ziellinie auch an der Steuerbordseite des Zielschiffes liegen.

7.

Beendigung der Wettfahrt, Zeitbegrenzung
7.1 Das Ende der Wettfahrt wird durch Streichen der Flagge “Blau”, verbunden mit einem Lautsignal angezeigt (Änderung Regel Wettfahrtsignale).
7.2 Die Wettfahrt wird spätestens 15 Minuten nach Zieldurchgang des ersten Bootes der Klasse beendet. Alle dann noch auf der Bahn befindlichen Boote der Klasse werden als aufgegeben gewertet (Ergänzung WR 35).
8. Proteste, Ersatzstrafen
8.1 Ein Boot, das eine Strafdrehung nach WR 31 oder WR 44 ausgeführt hat, muß dies innerhalb der Protestfrist schriftlich im Wettfahrtbüro melden. Nicht gemeldete Strafen gelten als nicht durchgeführt. (Ergänzung WR 31 und 44 sowie Änderung WR 44.4 b)
8.2 Jedes Boot, das Protestieren will, muß der Wettfahrtleitung beim Zieldurchgang mitteilen, gegen wen es protestieren will. (Ergänzung WR 61)
8.3 Die Protestfrist beginnt mit Ende der Wettfahrt, bei direkt aufeinanderfolgenden Wettfahrten am Ende der letzten Wettfahrt des Tages, und dauert 45 Minuten. (Ergänzung WR 61.3)
8.4 Die Proteste sind auf dem offiziellen Formularen im Regattabüro innerhalb der Protestfrist einzureichen. (Protestformulare sind dort erhältlich)
8.5 Proteste werden, wenn möglich, in der Reihenfolge Ihres Einganges verhandelt. Beginn und Reihenfolge werden an der offiziellen Tafel spätestens 15 Minuten nach Ende der Protestfrist ausgehängt.
8.6 Protestparteien und Zeugen haben sich zur angegebenen Zeit vor dem Verhandlungsraum bereitzuhalten.
8.7 In Ergänzung der für die Wettfahrten gültigen WR 67 gilt: Schiedsrichter, die eine Verletzung der WR 42 auf dem Wasser beobachten, können das erkannte Boot durch ein unverzügliches gegebenes akustisches Signal und Zeigen einer gelben Flagge benachrichtigen. Das benachrichtigte Boot kann dann seinen Verstoß durch eine 720°-Drehungsstrafe gem. WR 44.2 bereinigen.
8.8 In Abänderung der WR 66 werden am letzten Wettfahrttag Anträge von Booten auf Wiederaufnahme einer Protestverhandlung nicht später als 30 Minuten nach Verkündung der Entscheidung angenommen.
8.9 Vermessungsproteste oder Einwendungen über Tatsachen, deren Feststellung bereits an den vorhergehenden Tagen zumutbar gewesen wären werden gem. W= 7.2 am Tag der letzten Wettfahrt nicht mehr angenommen.


 
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1.
Wettfahrtprogramm EXPOVITA 2000
1.1 Wettfahrttage sind: 2. und 3. September 2000
1.2 Ankündigungssignal zur 1. Wettfahrt am 2.9.2000 um 9:50 Uhr.
Ankündigungssignal zur 1. Wettfahrt am 3.9.2000 um 9:20 Uhr.
1.3 Wenn es die Wetterverhältnisse zulassen, werden mehrere Wettfahrten hintereinander gesegelt. Dies wird durch Flagge “3. Hilfsstander” auf dem Zielschiff angezeigt. Der Start für die folgende Wettfahrt erfolgt 15 Minuten nach Wettfahrtschluß der vorangegangenen Wettfahrten.
Werden die folgenden Wettfahrten nicht gleich im Anschluß an die vorangegangene Wettfahrt gesegelt, so wird der Zeitpunkt des Ankündigungssignals für die folgenden Wettfahrten entweder durch Informationen beim Zieldurchgang oder durch rechtzeitigen Aushang an der offiziellen Tafel für Bekanntmachungen bekannt gegeben.
1.4 Es sind 6 Kurzwettfahrten vorgesehen.
1.5 Folgende Klassenflaggen werden verwendet:

Klasse Flagge
420er V
Optimist A O
Optimist B W
Pirat / Ixylon / Yoxy   T
1.6 Die Wettfahrtleitung kann die vorstehende Reihenfolge beim Start verändern oder mehrere Klassen zusammen starten. Die Teilnehmer müssen auf die Klassenflagge achten.
2. Wertung
2.1 Es wird nach dem Low-Point-System gem. Regel A2 der WR gesegelt. dabei werden bei 1-3 gesegelten Wettfahrten gewertet, bei 4 bis 6 gesegelten Wettfahrten werden alle, mit Ausnahme der schlechtesten, gewertet.
3. Preise
3.1 Urkunden für Platz 1-3 der Landesmeisterschaft Sachsen in der Klasse 420er
3.2 Urkunden für das erste drittel der jeweiligen Klasse.


 
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Liste der Signale für Regatten auf dem Kulkwitzer See (ab 1997)

 Flagge

 akustisch Bedeutung
Y Schwimmwesten sind zu tragen
L In Rufweite kommen oder diesem Boot folgen
Antwort-
wimpel
Nicht gestartete Wettfahrten sind verschoben.
1 Minute nach Streichen von AP erfolgt Ankündigung
N   Alle Wettfahrten sind abgebrochen, Rückkehr zum Startgebiet.
1 Minute nach Streichen von N erfolgt Ankündigung

N über A   Abbruch,
heute keine Wettfahrt mehr

N über H   Abbruch,
zurücksegeln in den Hafen, 
weitere Signale an Land

AP über A   Startverschiebung,
heute keine Wettfahrt mehr

AP über H   Startverschiebung,
zurücksegeln in den Hafen,
weitere Signale an Land
siehe unten Zahlen-
wimpel
mit AP Wettfahrt um so viele Stunden Verschoben, wie Zahlenwimpel angezeigt.
Grün vor oder mit Ankündigung Alle Bahnmarken sind Steuerbord zu lassen
Rot vor oder mit Ankündigung Alle Bahnmarken sind Backbord zu lassen

z.B.

Klassen-
flagge

mit anderem Signal
Ankündigungssignal
Streichen der Klassenflagge ist Startsignal
Signal gilt nur für die angezeigte Klasse
O = Optimist J = Cadet V = 420er D = Ixylon
T = Pirat Q = Yoxy H = H-Jolle G = Jollen-
kreuzer, Kielboote

Bitte beachtet dazu die aktuelle Ausschreibung und Segelanweisung der Regatta.

P   Vorbereitungssignal
I mit P   Regel 30.1 in Kraft mit Streichen Beginn der 1 Minuten Verbotszeit
Z mit P   Regel 30.2 in Kraft mit Streichen Beginn der 1 Minuten Verbotszeit
    Schwarz       mit P  Regel 30.3 in Kraft mit Streichen Beginn der 1 Minuten Verbotszeit
X Einzelrückruf bzw. Verletzer der Regel 30.1
1. Hilfs-
stander
  Allgemeiner Rückruf
1 Minute nach Streichen erfolgt Vorbereitung
S vor/mit
Ankündigung
mit Blau
verkürzte Bahn segeln
Bahnabkürzung; Ziel zwischen Bahnmarke und Schiff
M Bahnmarkenersatz
Blau   Das Zielschiff ist auf Position
Ende der Wettfahrt
3. Hilfs-
stander
mit Blau Im Anschluß an diese Wettfahrt folgt die nächste Wettfahrt
B   Protestflagge am protestierenden Boot
0 1 2 3 4
5 6 7 8 9


 
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Linkskurs Flagge “Rot”
alle Bahnmarken an Backbord lassen
                        Rechtskurs Flagge “Grün”
        alle Bahnmarken an Steuerbord lassen

Reihenfolge der zu rundenden Bahnmarken, außer Optimist und Cadet

Volle Bahn:
Kurze Bahn:
Start – 1 – 2 – 3 – 1 – 3 – 1 – 2 – 3 – Ziel
Start – 1 – 2 – 3 – 1 – 3 – Ziel

Für Optimist und Cadet gilt folgende Reihenfolge der zu rundenden Bahnmarken:

Volle Bahn:
Kurze Bahn:
Start – C – 2 – 3 – C – 3 – Ziel
Start – C – 2 – 3 – Ziel